Sunday Summary #9 - Dezember 2018

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Willkommen zur letzten Sunday Summary 2018!

Wir hoffen ihr hattet gemütliche Feiertage mit Freunden und Familie und seid nicht allzu gestresst in die letzte Woche des Jahres gestartet, oft gibts ja kurz vor Schluss dann doch noch einiges zu erledigen und dann kommt man doch noch ins Schwitzen. Nachdem wir Glühwein zubereitet und Zimtsterne gebacken haben, sind auch wir sogar ein bisschen in Weihnachtsstimmung gekommen, soweit das eben bei 15-25 Grad Außentemperatur und ohne unsere Liebsten zu Hause geht. Trotz Regen haben wir den ersten Weihnachtsfeiertag dann in alter Kiwi-Weihnachtstradition beim Grillen mit Freunden die wir beim Arbeiten kennen gelernt haben verbracht. Ansonsten haben wir es uns hier in Wellington gemütlich gemacht und die Weihnachtstage dafür genutzt, das letzte Jahr Revue passieren zu lassen und neue Pläne für 2019 zu schmieden. Auch wenn wir unsere Freunde und Familie sehr vermissen, vom Reisen haben wir noch nicht genug und so wird es auch 2019 mit EatThisWorld weiter gehen!


Ein Jahresrückblick im Schnelldurchlauf



Wir hatten ein unglaublich aufregendes, erlebnisreiches und spannendes Jahr 2018. Wir können immer noch nicht glauben, was wir alles geschafft und erlebt haben! Also versuchen wir euch an dieser Stelle einen Mini-Rückblick unseres Jahres zu geben.


Südkorea



Gestartet sind wir im Januar in Südkorea und haben das neue Jahr in der Cinder Bar in Incheon mit vielen netten fremden Menschen aus der ganzen Welt und dem ein oder anderen Bier eingeläutet. Wir trampen innerhalb von einem Tag bis an das andere Ende des Landes und lernen dabei die Hilfsbereitschaft der Südkoreaner kennen. Busan begeistert uns mit seinen bunten Stadtteilen und fantastischen (und im Winter menschenleeren) Stränden. Bevor es weiter mit dem Schnellboot nach Japan geht, verbringen wir die letzte Nacht noch einmal in einem traditionellen koreanischen Jjimjibang (Badehaus), eine der entspanntesten und gleichzeitig verrücktesten Erfahrungen dieses Jahres.






Japan

In Japan angekommen, wurden wir sogleich herzlichst von unserer Couchsurfing Familie in Empfang genommen und bei interessanten Gesprächen mit vegetarischem Sushi und japanischem Bier bewirtet. Weiter geht es im Schnee und per Anhalter über Hiroshima, mit dem Fahrrad auf die märchenhafte Insel Miyajima und weiter via ausgestrecktem Daumen bis zur weißen Burg von Himeji. Von hier führt uns der Weg nach Tokio, einer der coolsten Städte auf unserer bisherigen Reise. Tobi wird krank, liegt 5 Tage mit hohem Fieber im Bett und verschläft seinen Geburtstag. Wegen eines Schneesturms bleiben wir in Tokio stecken und können unser Wohnmobil erst einen Tag später in Osaka abholen. Unser Roadtrip durchs zentrale Japan bleibt aber dennoch eines unserer Highlights der Reise. Wir trinken Kaffee am winterlichen Strand, tuckern die kurvigen und schmalen Küstenstraßen entlang, entdecken kleine Fischerstädtchen, schleppen uns durch die schneebedeckten Berge, werden wieder eingeschneit, bleiben Stecken, haben einen Steinschlag, müssen die Scheibe austauschen lassen (was unserer Reisekasse gar nicht gut tut), sehen Schneeaffen beim Baden in der heißen Quelle zu, entdecken die magische Bergziege und ihr Baby, schlendern durch den Bambuswald in Kyoto und füttern die frechen, „heiligen“ Rehe von Nara.


China

Die Fähre bringt uns in 2 Tagen wieder zurück auf das chinesische Festland direkt ins Herz der Mega-Metropole Shanghai. Mit der kleinen Hündin Ruby erkundeten wir die Nachbarschaft und die sympathischen Houtongs der Innenstadt. Vom 23. Stock aus können wir die Schlange vor dem größten Starbucks der Welt sehen und die Vorbereitungen für das chinesische Neujahr beobachten. Die Stadt erstrahlt im Schein roter Lampions und das Jahr des Hundes wird mit Tänzen, Festessen und Vorführungen im Shopping-Center begrüßt. Mit dem Fahrrad schlängeln wir uns durch den City-Verkehr und entdecken so die charmante Seite Shanghais in kleinen Parks und Cafés, abgelegen vom Trubel der austauschbaren Shoppingmeilen. Weiter geht es via Schnellzug Richtung Süden in die Stadt Xiamen, der Ausgangspunkt für unsere Detour durch das ländliche China zu den traditionellen Rundhäusern der Hakka. Hier finden wir nicht nur Ruhe, sondern auch neue Bekanntschaften. Der Zug trägt uns durch fremde Landschaften und lässt uns in mitten endloser Bananenplantagen zurück. Wir müssen zuerst unsere Schere und dann unser Messer bei der Security im Bahnhof lassen. Aus der traditionellen Lebensart der Hakka, geht es zurück in die Moderne: Shenzhen, das Silicon Valley Chinas. Die unzähligen Tech-Malls erschlagen uns mit ihrem Chaos und wir verpassen unseren Zug zur südlichen Grenze des Landes. Mit etwas Verspätung kommen wir dann aber doch noch im smogverseuchten Nanjing an, verabschieden uns vom Dunst der chinesischen Großstädte und reisen weiter in eines unserer Lieblingsländer: Vietnam!


Vietnam und Laos

Hanoi begrüßt uns mit angenehmen Temperaturen, dem besten Kaffee der Welt und dem einzigartigen Chaos des vietnamesischen Verkehrs. Wir entscheiden uns spontan zwei Mopeds zu kaufen und stürzen uns in eines der größten Abenteuer dieser Reise: mit den Bikes geht es von Hanoi durch die Berge Vietnams, durch den Regenwald des Ho-Chih-Minh Highways, über die Grenze rüber nach Laos, auf Off-Road Pisten zu von der Zivilisation abgeschnittenen laotischen Dörfern, entlang an Kaffee-Plantagen bis zur thailändischen Grenze bei Pakse. Wir haben einen kleinen Unfall, essen das beste Obst der Welt, trinken literweise Kaffee und genießen die Freiheit die ein eigenes Gefährt mit sich bringt. Das zentrale Laos überrascht uns mit seiner Unaufgeregtheit und Ursprünglichkeit - wir landen in Dörfern in denen die Menschen weder Schrift noch Landkarten lesen können und sich vor uns weißen Fremden anfangs erschrecken.


Thailand

Anfang April kommen wir in Thailand an und treffen uns mit Annas Eltern in Bangkok. Es tut gut sie wieder in die Arme schließen zu können. Es ist extrem heiß, doch dank unseres House Sits können wir die Abende im eigenen Rooftop-Pool genießen. Wir feiern das dritte mal Neujahr und werden beim Wasserfest Songkran nass. Nach ein paar Abstechern kommen wir mit dem Schnellboot auf der Insel Koh Phayam an - einer unserer Lieblingsorte 2018. Wir passen auf 21 Hunde auf und kommen dabei ab und zu an unsere Grenzen. Das Haus, die Insel und die Hunde nehmen einen riesigen Platz in unserem Herzen ein. Auf Koh Phayam gibt es ein Schäfer-Familientreffen: nicht nur Annas Eltern sondern auch ihr Cousin, der mit dem Fahrrad in der Weltgeschichte umher radelt, trinken mit uns ein Bierchen am Strand. Zum ersten mal fällt es uns schwer weiter zu reisen. Doch das nächste Abenteuer ruft: wir segeln nach Australien!


Segeln von Thailand nach Australien

In Phuket treffen wir die Crew und lernen uns bei einem feuchtfröhlichen Abend kennen. Über 4 Wochen segeln wir von Phuket, Thailand nach Brisbane, Australien. Wir stoppen auf Bali, Anna vergisst die einzige Schiffskreditkarte im Geldautomaten, schafft es dank der Hilfe einiger Einheimischer sie noch am selben Tag wieder zu besorgen und entkommt gerade so der Standpauke unseres Kapitäns. Wir schenken Babyschildkröten die Freiheit, essen leckeres balinesisches Essen und treffen auf ziemlich freche Affen in Ubud. Auf dem Schiff wird kräftig mit angepackt. Wir kochen, putzen, besorgen Proviant und halten Wache.




Wir haben kurze Nächte, atemberaubende Sonnenaufgänge, die schönsten Sternenhimmel, tiefgründige Gespräche und raue See. Wir lernen, dass wir nicht seekrank werden, wie man die unterschiedlichen Lichter in der Dunkelheit liest und wie viel Plastik wirklich im Meer schwimmt. Wir werden von Delfinen begleitet und kommen beim Wale Zählen nicht hinterher. Nach über 2 Wochen erreichen wir Darwin und können kaum fassen, dass wir es ohne einmal zu fliegen nach Down Under geschafft haben! Nach fast 9 Jahren stehen wir zum ersten mal wieder auf australischem Boden und es fühlt sich gut an zurück zu sein! Nach 3 Tagen verlassen wir Darwin und wir segeln weiter um den halben Kontinent mit kurzem Stop in Cairns, am Great Barrier Reef entlang bis nach Brisbane.




Australien

Wir leihen uns ein Auto, bekommen ein Zelt geborgt und starten unseren Roadtrip durch das Hinterland von Queensland. Zurück in Brisbane verbringen wir zwei Wochen bei einem House Sit mit den Hunden Bella und Toby - die zwei haben die beste Abendroutine der Welt. Wir treffen die Crew wieder, helfen einen Tag im Dock auf der Yacht aus und trinken gemeinsam ein Bier an der South Bank. Tobi bekommt die Möglichkeit die Yacht mit neuer Crew von Brisbane zurück nach Darwin zu bringen und sammelt noch mehr Segelerfahrung. Anna fährt mit einem Campervan alleine nach Sydney, stoppt bei Platzregen in Bayron Bay, genießt die Aussicht auf die riesige Sanddüne in „Anna Bay“ und passt in Sydney auf den Kater Tiger auf. Tobi kommt 2 Wochen später dazu und wir verbringen unseren 13. Jahrestag gemeinsam mit Pizza und Wein in Clovelly. Wir beobachten Buckelwale vor Sydneys Küste und genießen die Abendsonne am Opernhaus. Im ausgebauten Sprintervan machen wir uns auf den Weg von Sydney nach Adelaide und schwelgen in Erinnerungen an unsere erste große Reise durch Australien 2009/2010. Unsere Untermieterin in Stuttgart zieht spontan aus und wir organisieren den Wohnungswechsel per Skype. Wir wechseln wieder den Campervan und reisen von Adelaide über die Great Ocean Road bis nach Melbourne.


Neuseeland

Mitte August geht unser Flug von Australien nach Neuseeland. Wir sind stolz, dass wir es geschafft haben von Deutschland bis Australien ohne Flugzeug zu reisen, wir hätten nie gedacht dass wir es so weit schaffen würden! Und dennoch sind wir etwas enttäuscht, das letzte Stück fliegen zu müssen. Aber unser Working-Holiday Visum für Neuseeland wird Mitte August verfallen falls wir nicht vorher einreisen und auch unsere Reisekasse braucht dringend wieder Aufmerksamkeit. Wir werden in Auckland von Helen und David in Empfang genommen und passen 3 Wochen auf den Kater Coco auf, während diese in Amerika Urlaub machen. Wir kaufen einen leeren Van und bauen ihn komplett um: Vanettchen ist ab jetzt unser Zuhause. Wir treffen Annas Cousine Marlene die nach dem Abi mit einer Freundin durch Neuseeland reist. Es geht von Auckland in den hohen Norden Neuseelands und wir sind überwältigt von der Schönheit der grünen Insel. Unser längster House Sit bisher führt uns in das verschlafene Dörfchen Mangonui und lässt uns neue Energie tanken. Hier verlieben wir uns nicht nur in das Haus von Kim und Judy, sondern auch in ihren Hund George, die vielen Olivenbäume und die ganze Küstenlandschaft drum herum. George wird zu unserem ständigen Begleiter. Wir entdecken mit ihm die Umgebung, machen unseren ersten richtigen Campingtrip in Vanettchen, besuchen den lokalen Wochenmarkt und lernen das Leben der Kiwis besser kennen.

Es wird Zeit zu arbeiten und wir machen uns auf den Weg ins Kiwi-Capital Neuseelands: Te Puke. Wir pflücken Kiwi-Blüten, duschen im Fitnessstudio und merken, dass wir nach über einem Jahr Reisen wieder mehr Sport machen wollen (und treten für 3 Wochen der Mukiebude bei). Es regnet unglaublich viel und wir lernen unser Wohnzimmer auf 4 Rädern immer mehr zu schätzen. Wir erkunden die Nordinsel, lassen uns vom Auenland verzaubern, baden in heißen Quellen, machen Wanderungen in strömendem Regen und bestaunen die größte Tölpel-Kolonie der Welt. Nach 2 Wochen Regen sind wir froh als das Wetter endlich besser wird. Wir lernen beim Kirschen sortieren, wie anstrengend stundenlanges Auf-der-Stelle-Stehen für den Rücken sein kann. Wir entdecken die gemütliche Hauptstadt Wellington mit ihren vielen Second Hand Shops und kaufen uns „Schwarzwald-Brot“ bei einer deutschen Bäckerei. Das Jahr lassen wir gemütlich ausklingen und haken noch ganz zum Schluss einen Punkt auf Annas Bucket-List ab: wir beobachten Robben in freier Wildbahn am Cap Pallisier.


Der andere Jahresrückblick:

Für bessere Lesbarkeit und weiterführende Links auf die Karte klicken ;)

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So, nun wünschen wir euch einen guten Rutsch, einen tollen Start in das neue Jahr und ganz viel Liebe!

Danke, dass ihr uns auf unserer Reise begleitet.